Der Corona-Abwehrkampf und seine Opfer

 

Es ist eine surreale Zeit, in der wir uns bewegen. Solidarität heute bedeutet, sich von Mitmenschen zu distanzieren. Wir müssen mindestens einen Meter Abstand voneinander halten und eine Gesichtsmaske tragen. Wie paradox! Jeden Tag lerne ich etwas Neues über die "neue Normalität", was auf einmal richtig sein soll und was nicht. 

 

Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist, 100.000 Tote, wenn ...Wir retten Leben, koste es, was es wolle

mit diesen martialischen Sprachbildern hat Österreichs Kanzler tiefliegende Ängste in der Bevölkerung  geschürt. Damit hat er sich einer sehr autoritären Politik verschrieben, einer Politik durch Kontrolle. Als hätten er und seine Experten es in der Hand, das Covid-19-Virus auszurotten, mit extrem scharfen Maßnahmen. Nach einem Pandemie-Drehbuch, geschrieben von der WHO. Wahr ist, wir haben wir keine fundierte Datenlage, kein epidemisches Monitoring-Modell, wir haben keine Ahnung über mögliche Auswirkungen einzelner Maßnahmen und schon gar keine klar erkennbare Strategie. Wir sind im Blindflug unterwegs. Man sagt uns, die Rettung wird eine Impfung sein. Daran müssen wir glauben? Einen Impfstoff wird es frühestens in zwei bis drei Jahren geben. Was, wenn das Virus zwischenzeitlich mutiert? 

 

Nach dem ersten Schock lautet die zentrale Frage: Wer wird das alles bezahlen? Koste es, was es wolle wird nicht allen helfen. Und machen wir uns nichts vor: Auf der Strecke bleiben werden die Menschen, denen es vor der Krise schon nicht besonders gut gegangen ist. Obdachlose, Flüchtlinge, an der Armutsgrenze lebende Familien, Menschen ohne Jobperspektiven, Kulturschaffende, die am Existenzminimum schrammen und Kleinstunternehmer*innen. Ganz vergessen werden die vielen Kinder, die gelten nämlich auch nicht als "systemrelevant".

 

Unfassbare Summen an Steuergeld werden zur Begrenzung jenes Schadens eingesetzt, den die Regierenden selbst verursacht haben. Aber ist es wirklich realistisch, darauf zu hoffen, dass dieselben Akteure, die dafür verantwortlich sind, uns nun retten werden? Was ein Blick in die USA zeigt: Seit Ausbruch der Coronakrise konnten die 34 reichsten US-Milliardäre ihr Vermögen um zig Millionen vergrößern, berichtet das Institute for Policy Studies in seinem eben veröffentlichten "Billionare Bonanza Report". Acht dieser Superreichen verdienten seit 1. Jänner 2020 sogar mehr als eine Milliarde dazu. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 30 Millionen.

 

Viele Familien in Österreich sind nicht wegen Corona, sondern wegen der scharfen Regierungsmaßnahmen in Not geraten, berufliche Existenzen sind vernichtet und hunderttausende Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben worden. Wurden wir von der Regierung, von unserem Kanzler getäuscht? Es gibt Hinweise in diese Richtung. Dem Vorwurf politischer Manipulation muss nachgegangen werden. Ich hoffe sehr, dass die Opposition bald in ihre Rolle findet.